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Liebe Leserinnen und Leser,

unser Juni-Newsletter bietet wieder ein buntes Potpourri aus Verbands- und Branchennachrichten.

Erfahren Sie Näheres über die neusten Entwicklungen zu den vieldiskutierten Wahlthemen rund um Altersvorsorge, Krankenkassenbeiträge und Sozialpolitik insgesamt. Inwiefern sind BDÜ-Mitglieder davon betroffen und was unternimmt der Verband in deren Interesse?

Sie möchten selbst aktiv etwas für Ihre berufliche Weiterentwicklung tun? Melden Sie sich doch zu einem BDÜ-Seminar in Ihrer Nähe oder zu einem der hier empfohlenen und aus aller Welt erreichbaren Webinare an.

Wie immer freuen wir uns über Anregungen und konstruktive Kritik an die Newsletterredaktion oder in unserem internen Forum MeinBDÜ.

Wir wünschen eine unterhaltsame Lektüre und eine erlebnisreiche Urlaubszeit!

Aus dem Bundesvorstand

GKV-Beiträge belasten Selbstständige überdurchschnittlich

Vielen Dank an alle, die dem Aufruf im April-Newsletter gefolgt waren und an der Online-Umfrage für die von den Verbänden BDÜ, BDD und VGSD beim Institut für Gesundheitsökonomik (IfG) in Auftrag gegebene Studie teilgenommen haben. Diese empirischen Daten untermauern die IfG-Expertise und liefern den Verbänden wichtige Argumente für die politischen Gespräche zu den für Selbstständige übermäßig hohen Beiträgen in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Am 22. Juni wurden in Berlin nun die ersten Ergebnisse vorgestellt. Im Wesentlichen bestätigte sich, dass

  • die Mindestbemessungsgrenze eine massive Erschwernis für Selbständige und Gründer darstellt,
  • Selbstständige in der GKV im Vergleich zu Arbeitnehmern zusätzlich durch eine höhere Beitragsbemessungsgrundlage benachteiligt sind,
  • hauptberuflich Selbstständige die GKV nicht belasten, sondern sie derzeit um ca. 4,2 Mrd. Euro entlasten und
  • das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) die Abläufe verbürokratisiert und zu überraschend hohen Nachzahlungen führt, was das Insolvenzrisiko erhöht.

Kernforderung der Verbände an die Politik ist daher eine Absenkung der unverhältnismäßigen Mindestbemessungsgrenze für Selbstständige. Weiter sollte Selbstständigen ein dem Arbeitgeberbeitrag entsprechender Abschlag auf die Grundlage zur Beitragsbemessung gewährt und sie grundsätzlich auch bezüglich anderer Einkommensarten mit Arbeitnehmern gleichgestellt werden. Nicht zuletzt wird auch eine Nachbesserung des HHVG sowie eine rechtssichere und endgültige Beitragsfestlegung auf Grundlage des Einkommenssteuerbescheids gefordert.

Ein ausführlicherer Bericht hierzu ist für Heft 4/2017 des MDÜ geplant.


Altersvorsorgepflicht weiter heiß diskutiert

Das am 7. Juni von Kanzlerkandidat Martin Schulz vorgestellte SPD-Rentenkonzept und die dort angekündigte Einbeziehung der Selbstständigen in die gesetzliche Rentenversicherung wird vom BDÜ und den meisten Selbstständigenverbänden kritisch gesehen. Zusammen mit den hohen Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung (s. o.) ergäben sich im Vergleich zu Arbeitnehmern derart belastende Sozialabgaben, dass eine selbstständige Tätigkeit für viele finanziell nicht mehr tragbar wäre. Damit würde auch ein bedeutender Teil des vielbeschworenen mittelständischen Rückgrats der deutschen Wirtschaft bedroht.

Im Vorfeld der Bundestagswahlen führt der BDÜ seit längerem Gespräche mit den Fachleuten der Parteien. So vertrat Präsident André Lindemann (3. v. l. im Bild) beispielsweise Ende Mai den BDÜ beim Treffen der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbstständigenverbände mit dem wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Dr. Joachim Pfeiffer zum Thema Altersvorsorge.



Aus diesen Gesprächen und der Analyse insbesondere der relevanten sozialpolitischen Punkte in den Wahlprogrammen der Parteien (wo vorhanden) sollen konkrete Forderungen im Sinne der meist freiberuflich bzw. selbstständig tätigen Mitglieder abgeleitet werden.

Lesen Sie mehr im BDÜ-Positionspapier.

Aus den Mitgliedsverbänden

Kein internationaler Gipfel ohne die Dolmetschprofis vom VKD

Logo G20-Gipfel 2017Ein Großereignis wirft seine Schatten voraus: In Hamburg findet bekanntlich in ein paar Tagen, also am 7. und 8. Juli, der G20-Gipfel statt. Der hier herrschenden Sprachen- und Themenvielfalt kann nur mit professionellen Dolmetscherinnen und Dolmetschern mit absoluter Sach- und Fachkenntnis begegnet werden.
Dafür, dass die Verständigung reibungslos läuft, sorgen auch Profis vom Verband der Konferenzdolmetscher (VKD) im BDÜ.

Im Vorfeld des Treffens der Staats- und Regierungschefs aus aller Welt nimmt der VKD daher die Gelegenheit wahr, Medien und Öffentlichkeit über diesen spannenden und anspruchsvollen Beruf zu informieren.

In der gerade versandten Pressemitteilung erläutern VKD-Mitglieder unter anderem, warum bei ihren Einsätzen nicht nur das Wissen um die politischen und wirtschaftlichen Fakten von entscheidender Bedeutung ist, sondern auch Flexibilität und Feingefühl gefragt sind.


60 Jahre BDÜ Bayern: Sonne strahlte zur Jubiläumsfahrt

Der mit 1500 Mitgliedern größte Landesverband in der BDÜ-Familie blickt auf eine bewegte 60-jährige Geschichte zurück. Anlässlich des Jubiläums begab man sich auf eine fröhliche Donaufahrt mit der „Kristallprinzessin“.

 

Foto: Martin Kuchenmeister

Während der gemächlichen vierstündigen Fahrt ließen die Teilnehmer die vergangenen Jahre Revue passieren, schmiedeten aber auch Pläne für die Zukunft. Natürlich wurde die Gelegenheit auch zum eifrigen Netzwerken genutzt, was bei strahlendem Sonnenschein an Deck und mit musikalischer sowie kulinarischer Begleitung besonders angenehm war.

Ob der Schiffsführer allerdings auch eine bei Sprachfetischisten beliebte Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitänsmütze trug, ist nicht gesichert überliefert.

Aus der BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft

Tools und Weiterbildung vergünstigt für Mitglieder

BDÜ-Mitglieder erhalten jetzt Translation Management Software von Advanced International Translations (AIT) zu vergünstigten Preisen. Angeboten werden verschiedene Lizenzmodelle mit jeweils 30 % Rabatt:

  • Translation Office 3000
  • AnyCount
  • Projetex

Mehr dazu in MeinBDÜ.
Bestellt werden kann die Software über die Website von AIT.

Zudem kann nun auch elcat – der E-Learning-Kurs für Terminologiemanagement, den BDÜ-Mitglieder seit April zu besonderen Konditionen nutzen, bequem online gebucht werden. Wer an dieser Weiterbildung teilnimmt, erhält eine Bescheinigung der Technischen Hochschule Köln. Informationen auch hierzu in MeinBDÜ.

Informieren Sie sich auch über weitere Vorteile, die Sie als BDÜ-Mitglied genießen.

Ausgewählte aktuelle
Webinarangebote

Praktisch auch im Sommer:
Weiterbildung von nah und fern, sei's von zu Hause oder aus dem Urlaub.

4.–13.07.2017:
MultiTerm: Vierteilige Webinarreihe für Anfänger und Fortgeschrittene

12.07.2017:
Twitter für Übersetzer und Dolmetscher

11.–18.07.2017:
Stimmbildung für Dolmetscher, Moderatoren, (Viel-)Sprecher und alle, die das Potenzial ihrer Stimme kennenlernen und bewusst einsetzen möchten – dreiteilige Webinarreihe

25. + 27.07.2017:
Translation Office 3000
(s. a. Rabatt-Aktion von AIT links)

 

Neben diesen nützlichen Online-Weiterbildungsangeboten können auch die bewährten kostenlosen Webinarreihen zu SDL Trados, STAR Transit und Across auf der Website unter BDÜ-Webinare gebucht werden.

Für weiterführende Auskünfte können Sie sich zudem gerne an service@bdue.de wenden.

Aus der Branche

Auch Ärzte sind auf professionelle Dolmetscher angewiesen

Nachdem der BDÜ schon lange eine gesetzliche Regelung für die Finanzierung von Dolmetschleistungen im Gesundheitswesen fordert, hat sich nun auch der Deutsche Ärztetag bei seiner 120. Tagung vom 23. bis 26. Mai in Freiburg für die Aufnahme der für die Arzt-Patienten-Kommunikation unabdingbaren Fachtätigkeit in den Pflichtleistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen ausgesprochen.

In seiner diesbezüglichen Entschließung wird die Forderung u. a. damit begründet, dass bei fehlender sprachlicher Verständigungsmöglichkeit zwischen Arzt und Patient eine adäquate medizinische Behandlung ohne Dolmetscher nicht möglich sei. Lesen Sie mehr dazu auf S. 128 und 129 des Beschlussprotokolls.

Der BDÜ freut sich, in dieser für eine qualitativ hochstehende Gesundheitsversorgung so wichtigen Sache auch in der Ärzteschaft Mitstreiter gefunden zu haben.

Hinweis: Demnächst erscheint auch die Neuauflage der BDÜ-Fachliste „Medizin, Pharmazie und Medizintechnik“.


Breite Würdigung des kulturellen Beitrags von Übersetzern

Eine ganze Reihe von Meldungen aus der Welt der Literaturübersetzung lässt aufhorchen: Offenbar wird dieses spezielle Übersetzungsgenre, das besonderes schriftstellerisches Talent erfordert, in der Kulturszene vermehrt wahrgenommen und auch prämiert. So wird beim Fest der Shortlist und Verleihung des Internationalen Literaturpreises 2017 des Hauses der Kulturen der Welt am 6. Juli nicht nur der kongolesische Autor Fiston Mwanza Mujila geehrt, sondern auch die beiden Übersetzerinnen seines Romans „Tram 83“ aus dem Französischen Katharina Meyer und Lena Müller.

Aber auch weitere Auszeichnungen außerhalb der eigentlichen Übersetzerszene richten den Spot immer öfter auf die kulturellen Brückenbauer.

Übersetzerpreise für Literatur und Poesie

Zwei Ehrungen allein in diesem Jahr erhielt der bis März amtierende Vorsitzende des Verbands deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ) Hinrich Schmidt-Henkel:
Gemeinsam mit Frank Heibert wurde ihm der Straelener Übersetzerpreis 2017 der Kunststiftung NRW u. a. für ihr übersetzerisches Lebenswerk verliehen. Mehr ...
Zuvor wurde Schmidt-Henkel zusammen mit dem norwegischen Lyriker Jon Fosse der Preis für Internationale Poesie der Stadt Münster verliehen. Münsters Bürgermeisterin Beate Vilhjalmsson hob in ihrem Grußwort besonders den Anteil der Übersetzungsleistung an der Auszeichnung hervor. Mehr ... 

In unserem südlichen Nachbarland Schweiz wurde zudem der mit 50.000 Schweizer Franken höchstdotierte Übersetzerpreis der deutschsprachigen Länder verliehen: Mit dem Zuger Übersetzer-Stipendium 2017 wurde die Berlinerin Eveline Passet für die Übersetzung der Tagebücher des Russen Michail Prischwin ausgezeichnet. Mehr ...

Deutscher Sprachpreis 2017 für Rosemarie Tietze

In diesem Jahr erhält mit Rosemarie Tietze zum ersten Mal eine Übersetzerin den Deutschen Sprachpreis der Henning-Kaufmann-Stiftung zur Pflege der Reinheit der deutschen Sprache.

Mit dieser Auszeichnung werden u. a. ihre großen Verdienste in der Übersetzung berühmter russischer literarischer Werke ins Deutsche gewürdigt.

Auch die Tatsache, dass stets sprachästhetische Gesichtspunkte im Mittelpunkt ihrer Betrachtungen und auch ihres Engagements für die Ausbildung von literarischen Übersetzern standen, war ausschlaggebend für die Entscheidung, die in den unterschiedlichsten Gremien von Übersetzerverbänden und -institutionen aktive und natürlich nicht nur in Übersetzerkreisen hoch angesehene Kollegin mit diesem Preis zu ehren.

(Quelle: Pressemitteilung der Henning-Kaufmann-Stiftung) 


Übersetzerliebe geht durch den Magen

Das ITI German Network veranstaltet vom 22. bis 24. September den Anglophonen Tag in Chester, zu dem auch BDÜ-Mitglieder herzlich eingeladen sind.

Foto: Wikimedia Commons, Clint Heacock

Foto: Wikimedia Commons, Clint Heacock

Das Motto des diesjährigen Workshops ist „Food for Thought“ und wer bei dem entsprechenden Auftakt-Event – einer kleinen, aber feinen Käseverkostung in einem typischen englischen Cheese Shop – dabei sein möchte, sollte sich beeilen: Die Teilnehmerzahl ist auf acht Käseliebhaber begrenzt. Für die weiteren Programmpunkte sind natürlich noch mehr Plätze frei. Nähere Informationen und eine Anmeldemöglichkeit für alle Gourmet-Übersetzer gibt es hier.

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