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Liebe Leserinnen und Leser,

nach langem Warten hält der Frühling nun doch hoffentlich endlich Einzug. Nicht nur die aktuelle Ausgabe des MDÜ regt deshalb unter dem Titel „Bereit für Neues?“ zum Beschreiten noch nicht ausgetretener Pfade an.

Auch in unserem Newsletter möchten wir Sie über Neuigkeiten aus Verband und Branche informieren. Nutzen Sie die Chancen in unserem Berufsumfeld und gehen Sie mit frischem Elan an die Erneuerung Ihrer Arbeitswelt heran. Beispielsweise mit zeitgemäßer Fort- und Weiterbildung – so bleiben Sie stets auf dem neusten Stand.

Gespannt sind wir aber auch auf Ihre Ideen und Anregungen. Wo sehen Sie neue Tendenzen, worüber würden Sie gerne mehr erfahren? Schreiben Sie uns!

Haben wir Sie neugierig gemacht?
Viel Spaß beim Lesen und frohe Ostern!


Aus dem Bundesvorstand

Stichtag 25. Mai: Die DSGVO als Chance zur Vertrauensbildung

Das Datum geistert durch zahlreiche Foren und bereitet nicht nur Übersetzern und Dolmetschern Kopfzerbrechen: Insbesondere (Solo-)Selbstständige fragen sich, wie sie den – eigentlich gar nicht so neuen – Verpflichtungen zum Schutz personenbezogener Daten gerecht werden können. Die ab dem 25. Mai in Kraft tretende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist die Umsetzung einer EU-Richtlinie auf Länderebene und löst damit das derzeit in Deutschland gültige Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ab.

Ganz allgemein ausgedrückt hat die Verordnung zum Ziel, die personenbezogenen Daten und die Privatsphäre der Menschen zu schützen und dies als Grundrecht zu verankern. Begreift man dies als Chance, die eigenen Prozesse zu durchleuchten, um so bei Kunden mittels Transparenz über die Verarbeitung der betreffenden Daten Vertrauen zu bilden, verliert die oft als Bürokratiemonster empfundene Umsetzung schnell ihren Schrecken. Eine praktische Übersicht, was die EU-Verordnung für kleine Unternehmen bedeutet, findet man auf der Website der EU-Kommission.

Für seine Mitglieder bietet der BDÜ zudem eine Reihe von Hilfestellungen: Angefangen von informativen Beiträgen im MDÜ (aktuell in Heft 1/18 sowie als Themenschwerpunkt in Heft 3/16), über die Webinarreihe des BDÜ Fachverlags bis hin zur Möglichkeit für BDÜ-Mitglieder, das vom externen Datenschutzbeauftragten des Verbands eigens erstellte Handbuch in elektronischer Form mit vielen Checklisten, Musterverträgen, Prüflisten, Datenschutzprozessen sowie diversen Informationen der Aufsichtsbehörden (Updateservice von 4 Jahren inklusive) zu bestellen – bis zum 13. April noch zum vergünstigten Preis. Nähere Informationen dazu gibt es in MeinBDÜ.


Wichtiger Partner für Verband und Mitglieder: Der deutsche Mittelstand

Beim Jahresempfang des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) mit mehr als 3000 Gästen aus Wirtschaft und Politik konnten Präsident André Lindemann und Vizepräsident Ralf Lemster nicht nur in Gesprächen die verbandspolitisch wichtigen Kontakte vertiefen.

Am eigenen Stand im Foyer des Festsaals informierte der BDÜ auch zahlreiche Entscheider aus mittelständischen Unternehmen über die professionellen Angebote seiner Mitglieder. Einmal mehr zentrales Thema: die Bedeutung qualifizierter Sprachdienstleistungen für den internationalen Geschäftserfolg.

BDÜ-Stand beim BVMW-Jahresempfang

Interessenvertretung und Expertenwissen für den Normungsprozess

Seit Ende März ist der BDÜ offiziell Mitglied im Deutschen Institut für Normung e.V. (DIN). Das DIN ist seit mehr als 100 Jahren die nationale Instanz zur Normungsarbeit in Deutschland und vertritt darüber hinaus die deutschen Interessen in der internationalen Normung bei CEN (Europäisches Komitee für Normung) und ISO (Internationale Organisation für Normung).

Der BDÜ arbeitet bereits seit vielen Jahren durch Entsendung von Referenten in die DIN-Gremien an den Normen zum Dolmetschen und Übersetzen mit und setzt sich so für die Interessen seiner größtenteils freiberuflich tätigen Mitglieder ein. Die Mitgliedschaft im DIN erleichtert es dem Berufs- und Fachverband nun, diese Interessen in den jeweiligen Ausschüssen mit dem entsprechenden Expertenwissen zu vertreten.

Ansprechpartner im BDÜ für das Thema Normung sind Vizepräsidentin Ingrid Körber und die Bundesreferenten Wolf Baur (Übersetzen) und Ralf Pfleger (Dolmetschen).


Dolmetschen und Übersetzen für das Justizwesen in Europa

Am 16./17. März fand in Sofia, Bulgarien, die von EULITA (European Legal Interpreters and Translators Association) organisierte Konferenz zum Thema „Status and Recognition of Legal Interpreters and Translators Today“ statt. Für den BDÜ nahm an der Konferenz sowie an der angeschlossenen Mitgliederversammlung der EULITA (Zusammenschluss europäischer Berufsverbände mit im Rechtswesen tätigen Dolmetschern und Übersetzern als Mitglieder) Vizepräsidentin Catherine Stumpp teil.

Dank des regen Austauschs von Informationen aus anderen EU-Ländern konnte sie einige Anregungen für die Verbandsarbeit auf diesem Gebiet auch bei uns in Deutschland mitnehmen.

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Translator ex Machina: BDÜ bei der TLC in Warschau

Als Verbandspartner der Translation & Localization Conference war der BDÜ am 23./24. März mit einem eigenen Informationsstand in Warschau vertreten. Die Tagung diente den beteiligten Interessengruppen als Plattform, um über die Bedeutung von Übersetzern und Dolmetschern in einer zunehmend vernetzten und dadurch auch komplexeren Welt sowie den Einfluss der entsprechenden technologischen Hilfsmittel auf die Branche zu diskutieren.

Präsident André Lindemann informierte nicht nur die Konferenzteilnehmer über die Aktivitäten des BDÜ, sondern tauschte sich bei der Gelegenheit auch mit Vertretern mehrerer polnischer Berufsverbände für Dolmetscher und Übersetzer über eine professionelle Verbandsarbeit zum Mehrwert für die jeweiligen Mitglieder aus.

Aus den Mitgliedsverbänden

Der BDÜ klärt auf: Strafverteidigertag in Münster

Die Kolleginnen Brigita Balkytė, Cinzia Turrini und Caterina Saccani vom Landesverband NRW (im Bild v.l.n.r.) informierten am ersten März-Wochenende anlässlich des 42. Strafverteidigertages potenzielle Auftraggeber aus der Justiz über die Zusammenarbeit mit qualifizierten Dolmetschern und Übersetzern.

Bei der jährlich an verschiedenen Orten stattfindenden Fachtagung zu Fragen des Straf- und Strafprozessrechts treffen sich regelmäßig rund 500 Teilnehmer – darunter Anwältinnen und Anwälte sowie Vertreter aus Justiz, Politik und Wissenschaft. Am BDÜ-Stand konnten sie mehr über die fachspezifischen Kompetenzen der im juristischen Bereich tätigen BDÜ-Mitglieder erfahren und zudem die druckfrische BDÜ-Fachliste Recht 2018/2019 mitnehmen.


Vorstandswahlen in den BDÜ-Mitgliedsverbänden

Auch im März wurden in vier Landesverbänden anlässlich der jeweils regulären Jahresmitgliederversammlungen die Vorstände (wieder-)gewählt.

Landesverband Bayern

In München fand am 10. März die jährliche Mitgliederversammlung des LV Bayern statt, auf der sich ein Teil des Vorstands erneuerte. Julia Frenzel (Marketing und Öffentlichkeitsarbeit) und Saskia Ettling (Strategische Fortbildungsplanung) gehen neue Wege und schieden auf eigenen Wunsch aus. Ihnen folgen mit Manuela Wilpert und Sonja Cole zwei frische Gesichter nach.

Zwei weitere Mitglieder wurden mit großer Mehrheit im Amt bestätigt: Anke Betz gehört dem Vorstand weiter als Schatzmeisterin an und Jeannette Lakèl betreut auch in Zukunft das Ressort Mentoring sowie die Regional-, Sprach- und Fachgruppen. Der Rest des Vorstands blieb mit Lothar Bernert (1. Vorsitzender), Caterina Buratin und Martin Kuchenmeister unverändert.

Landesverband Nordrhein-Westfalen

Auf der Jahresmitgliederversammlung des BDÜ NRW am 17. März hatten mehrere Vorstandsmitglieder für eine Wiederwahl kandidiert. Somit bleibt der Vorstand in alter Besetzung. Ricarda Essrich wurde in ihrem Amt der 1. Vorsitzenden bestätigt und tritt ihre zweite Amtszeit an. Auch die 2. Vorsitzende Ronja Grebe stellte sich der Wiederwahl und wurde für eine weitere Amtsperiode gewählt.

Schatzmeisterin Andrea Esters und die beiden Vorstandsmitglieder Brigita Balkytė und Katja Althoff verlängern ebenfalls um zwei Jahre.
Caterina Saccani und Claudia Henning wurden auf der JMV im letzten Jahr gewählt bzw. wiedergewählt und sind noch ein Jahr im Amt.

Landesverband Sachsen

Am 17. März lud auch der LV Sachsen zur Jahresmitgliederversammlung in Leipzig. Mit anwesend war der erste Vorsitzende des LV Sachsen-Anhalt Carsten Behrendt, um die Vor- und Nachteile einer Fusion der beiden Verbände vorzustellen. Die Mitglieder diskutierten diese Möglichkeit sehr kontrovers und sprachen sich schließlich einstimmig dafür aus, den Vorstand mit einer Prüfung und Vorbereitung des möglichen Zusammenschlusses zu beauftragen.

Außerdem wählten die Mitglieder ein Vorstandsmitglied wieder (Lina Gerstmeyer für Öffentlichkeitsarbeit) und verabschiedeten die langjährige Geschäftsstellenleiterin Heike Rzepka, welche ihr Amt zum 1. April an Sandra Gerstner abgibt.

Landesverband Hessen

Am 24. März wählte die Jahresmitgliederversammlung in Frankfurt den 1. Vorsitzenden Clemens Rieg und das Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit Christopher Köbel nahezu einstimmig wieder. Mit der 2. Vorsitzenden Helga Schüll-Gasteyer, Schatzmeister Michael Schreck und Vorstandsmitglied Petra Wagner leitet das fünfköpfige Vorstandsteam die Geschicke des Landesverbands. Auch die beiden bisherigen Kassenprüfer, Konrad Tomica und Susanne Schartz-Laux, wurden klar in ihrem Amt bestätigt. Ein Wechsel steht hingegen in der Geschäftsstelle an: Iris Aschermann, die den Verband viele Jahre überaus engagiert und kompetent unterstützt hatte, übergibt ab April den Stab an Victoria Pombo Suárez.

Zu Gast waren die BDÜ-Vizepräsidentin Dolmetschen Monika Eingrieber sowie die Dolmetschtrainerin Birsen Acar, die das Projekt „Basissensibilisierung für Laiendolmetscher“ vorstellten. Sie erläuterten in der Diskussion auch, wieso eine Verbesserung des sehr schwierigen Community-Interpreting-Marktes am besten mit kombinierter Aufklärungsarbeit für Laien und Mitarbeiter/-innen in Behörden und Institutionen gelingt.

Aus der BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft

Aktuelle Webinare zu ausgewählten Themen

Praktische Weiterbildung für „Bildschirmtäter“ im April:

04.04.2018:
Word aufgeweckt – Formatvorlagen: Maske drauf und die Sache hat Schick!

10.04.2018:
Hallo Lampenfieber! – Das Potenzial der Aufregung nutzen: Mit Freude sprechen und präsentieren

18.04.2018:
Datenschutz – Schritte bei der Auftragsabwicklung, Teil 1

19.04.2018:
Allgemeine Einführung ins juristische Übersetzen, Teil 1

20.04.2018:
Dolmetschtechnik 4.0 – Einflüsse und mögliche Szenarien aktueller technischer Entwicklungen auf den Dolmetsch-Arbeitsplatz

24.04.2018:
Wie tickt Dein innerer Chef? – Zufriedenheit und Erfolg durch bestärkende Selbstkommunikation

25.04.2018:
Webinarreihe Erneuerbare Energien – Potenziale und Möglichkeiten der oberflächennahen Geothermie
     

Neben diesen nützlichen Online-Weiterbildungsangeboten können auch die bewährten kostenlosen Webinarreihen zu SDL Trados, memoQ, STAR Transit und Across auf der Website unter BDÜ-Webinare gebucht werden.

Für weiterführende Auskünfte können Sie sich zudem gerne an service@bdue.de wenden.

Aus der Branche

CIUTI-Forum Ende Mai 2018 in neuem Format

Seit ihrer Gründung im Jahr 1960 organisiert CIUTI, die internationale Vereinigung von Hochschulinstituten mit Studiengängen für das Übersetzen und Dolmetschen, das CIUTI-Forum, bisher regelmäßig im Januar in Genf.

In diesem Jahr findet die Konferenz in neuem Format statt: Unter dem Titel „Translation and interpreting in an era of demographic and technological change“ lädt die Heriot-Watt University am 30./31. Mai zum wissenschaftlichen Austausch nach Edinburgh.

Der Call for Papers ist bereits abgeschlossen, gibt jedoch eine guten Überblick über die Themen der Konferenz. Details zur Anmeldung – noch bis 31. März mit Frühbucherrabatt – finden Interessierte hier.

Integration klappt nicht ohne Verständigung

Da es bisher keine bundeseinheitliche Regelung zur Vergütung von Dolmetsch- und Übersetzungsleistungen im Integrationsprozess gibt, forderte Sachsen bei der Konferenz der Integrationsminister die Übernahme dieser Kosten durch den Bund.

Der BDÜ hatte sich bereits im Juni 2016 in seiner Stellungnahme zum Integrationsgesetzentwurf für eine klare Regelung im Rahmen der jeweiligen Sozialverwaltungsverfahren – bspw. in Anlehnung an das Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG) – ausgesprochen. Darüber hinaus hält der Verband es aus Qualitäts- und Sicherheitsaspekten für unabdingbar, zusätzlich Mindestanforderungen für die in diesem Rahmen zu erbringenden Leistungen zu formulieren.

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