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Liebe Leserinnen und Leser,

auch im vergangenen Monat hat sich im Verband und in der Branche eine Menge getan. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand bei vielen sicherlich die vor Kurzem in Kraft getretene EU-Datenschutz-Grundverordnung.

Damit aber auch die anderen Themen, die uns und unseren Berufsstand beschäftigen, nicht in Vergessenheit geraten, haben wir wieder einen bunten Strauß an Informationen für Sie zusammengestellt.   

Wie immer freuen wir uns auf Ihr Feedback per E-Mail an die Redaktion oder in MeinBDÜ und wünschen eine aufschlussreiche Lektüre!

Für die Newsletterredaktion
Réka Maret


Aus dem Bundesvorstand

Dauerbrenner Datenschutz: DSGVO gilt seit dem 25. Mai

Auch wenn die von vielen als bedrohliches Bürokratiemonster wahrgenommene Richtlinie allenthalben Unsicherheit auslöste und viele praktische Aspekte der Umsetzung noch der Klärung bedürfen: Die Erde dreht sich nach dem Stichtag für das Inkrafttreten der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) weiter.

Über Details wird vielerorts noch – und wohl auch noch einige Zeit – diskutiert. Grundsatz und Ziel der Regelung dürften jedoch unstrittig sein: Mit den Maßnahmen soll der Schutz persönlicher Daten und damit nicht zuletzt das Verbrauchervertrauen in der zunehmend digitalisierten Welt gestärkt werden. Als Privatpersonen und Kunden haben wir damit mehr Rechte und unsere Daten sind besser vor Missbrauch geschützt. Wer sich in seiner unternehmerischen Tätigkeit sorgfältig auf die neuen Regelungen vorbereitet (hat), ggf. mit Unterstützung von Fachleuten, wird dies – nachdem sich die Wogen der (verständlichen) Aufregung geglättet haben – sicherlich auch als Chance begreifen.

Der BDÜ begleitet seine Mitglieder in diesem Prozess mit einer Reihe von Hilfestellungen, u. a. mit einer Webinarreihe des BDÜ Fachverlags (Infos s. u.) sowie umfangreichen Informationen in verschiedenen MDÜ-Ausgaben, angefangen mit MDÜ 3/16 (Schwerpunkt Schutz personenbezogener Daten) sowie in aktuellen und auch kommenden Heften. Ausgabe 2/18 beispielsweise liefert ab S. 42 eine Übersicht über die notwendigen Schritte für eine DSGVO-konforme unternehmerische Tätigkeit. Für die kommenden Ausgaben recherchiert die Redaktion hilfreiche Tipps für die Umsetzung im Detail und sammelt dazu konkrete Fragestellungen aus der täglichen Berufspraxis von Dolmetschern und Übersetzern. Wünsche, Anregungen und Fragen sind sehr willkommen an mdue-chefredaktion@bdue.de.


Selbstständigenverbände fordern weitere Entlastung in der GKV

Anfang Mai fand im Bundesministerium für Gesundheit die Erörterung des Referentenentwurfs zum GKV-Versichertenentlastungsgesetz mit ausgewählten Verbänden statt.

Für den BDÜ mit dabei war Vizepräsident Ralf Lemster (im Bild rechts neben Andreas Lutz vom VGSD, Mitte, und Jochen Clausnitzer vom BDD, links), der auch die Position des Verbandes noch einmal erläutern konnte. Im letzten Jahr hatte der BDÜ in Kooperation mit dem Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) und dem Bundesverband Direktvertrieb Deutschland (BDD) dazu eine Studie beim Institut für Gesundheitsökonomik in Auftrag gegeben (s. unsere Meldung), die offensichtlich auch die Gesundheitspolitiker der Regierungsfraktionen überzeugen konnte. Über die Anhörung berichtete der VGSD ausführlich auf seiner Website.

Ausgehend davon verabschiedeten mehrere Verbände aus der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbstständigenverbände (BAGSV) eine gemeinsame Stellungnahme zum Referentenentwurf. Darin werden nicht nur weitere Schritte angemahnt, sondern auch pragmatische Vorschläge präsentiert, wie das Gesetz – ohne die Vorgaben des Koalitionsvertrags allzu sehr zu verlassen – noch deutlich verbessert werden könnte.


Dolmetschen im Asylverfahren: Grundrechtsverletzung bei mangelnder Qualifikation?

Mit Blick auf aktuelle Medienberichte zum Dolmetschen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und zur Problematik der Sprachmittlung im Asylverfahren liefert die aktuelle Ausgabe der führenden deutschsprachigen Fachzeitschrift für Dolmetscher und Übersetzer MDÜ in ihrem Titelthema „Dolmetschen im Gemeinwesen“ interessante Überlegungen und Hintergründe.

So beispielsweise in einem Bericht über die Möglichkeiten und Grenzen der Qualifizierung von Laiendolmetschern aus dem Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie (IALT) Leipzig, in dem Artikel „Dolmetschen im Asylverfahren – Grundrechtsverletzung bei mangelnder Qualifikation?“ von Layla Kristina Jaber sowie in einem Interview mit Monika Eingrieber über das Engagement des BDÜ im Bereich Laiendolmetschen (u. a. für das BAMF). Die beiden letztgenannten Beiträge sind durch Anklicken des Links als kostenlose Leseprobe verfügbar.

Die vollständige Ausgabe des MDÜ 2/18 ist – u. a. mit einer Vorstellung des schweizerischen Modells zum interkulturellen Dolmetschen INTERPRET als Ergänzung der oben genannten Beiträge im Titelthema – auf der Website des BDÜ Fachverlags als Einzelheft oder im Abonnement erhältlich.


Zweite internationale aptrad-Konferenz in Porto

Der portugiesische Berufsverband aptrad (Associação Portuguesa de Tradutores e Intérpretes) hatte zu seiner zweiten internationalen Konferenz vom 17. bis 19. Mai gerufen und weit mehr als 100 Teilnehmer aus der ganzen Welt waren gekommen. In diesem Jahr ging es in erster Linie um die „Herausforderungen an professionelle freiberufliche Übersetzer/Dolmetschers im nächsten Jahrzehnt und wie man sie angeht und überwindet“.

Zum Round-Table-Gespräch am zweiten Konferenztag hatte man Vertreter anderer Berufsverbände geladen. Für den BDÜ nahm der ehemalige Präsident André Lindemann teil und sprach mit den Kolleginnen und Kollegen über die Rolle der Verbände bei der Beratung und Unterstützung ihrer Mitglieder und darüber, wie der Berufsstand in den kommenden Jahren weiter gestärkt werden kann.


Nominierung: Wer soll den BDÜ Hieronymuspreis 2018 erhalten?

Auch in diesem Jahr sucht der BDÜ einen würdigen Preisträger, der im Zeichen des Heiligen Hieronymus, Schutzpatron der Übersetzer, für sein beispielhaftes Handeln im Bereich der mehrsprachigen Kommunikation als Vorbild der Branche ausgezeichnet werden soll.

Noch bis zum 29. Juni haben Dolmetscher und Übersetzer, Organisationen und Unternehmen sowie alle an qualifizierter Sprachübertragung Interessierten die Gelegenheit, eine formlose Nominierung an die Bundesgeschäftsstelle einzureichen.

Vorgeschlagen werden können sowohl im In- als auch im Ausland tätige Organisationen und Unternehmen, die in vorbildlicher Weise ihre mehrsprachige Kommunikation mit internen oder externen Übersetzern und/oder Dolmetschern realisieren.

Die Jury setzt sich aus dem Bundesvorstand und drei weiteren in das Entscheidungsgremium gewählten Vertretern aus den BDÜ-Mitgliedsverbänden zusammen. Verliehen wird die diesjährige Ausgabe des seit 2012 bereits an eine Reihe von namhaften Organisationen überreichte Preis im Herbst.

Alle wichtigen Informationen zur Nominierung und zur Auszeichnung stehen auf unserer Verbandswebsite.

Aus den Mitgliedsverbänden

BDÜ Nord beim Norddeutschen Unternehmertag in Hamburg

Beim 14. Norddeutschen Unternehmertag am 16. Mai war auch der BDÜ Nord mit seinem Infostand vertreten.

In der Hamburger Handelskammer informierten die Vorstandsmitglieder Hans Christian von Steuber und Ilka Waßmann (siehe Bild) im Team mit den Verbandsmitgliedern Jessica Link, Jauyu Lin und Sarah Wendt potenzielle Kunden über die Dienstleistungen der im BDÜ organisierten Mitglieder sowie über die Vorteile der Zusammenarbeit mit qualifizierten Übersetzern und Dolmetschern.



Läuft beim BDÜ: Im Herbst gemeinsam durchs Ziel in Köln

Es ist noch etwas Zeit zum Trainieren für den Kölner Stadtlauf B2Run am 6. September, aber gut vorbereitet zu sein, kann nicht schaden.

Unter dem Motto „BDÜ – und Ihr internationales Geschäft läuft“ lädt der Landesverband NRW auch in diesem Jahr zum gemeinsamen Start beim Firmenlauf und stellt dafür kostenlos T-Shirts fürs BDÜ-Team zur Verfügung. Wer dabei sein möchte, schickt bitte einen Nachweis seiner Anmeldung für die Startzeit um 17.30 Uhr (die für die Teilnahme anfallenden Kosten trägt jeder selbst, hier geht's direkt zur Anmeldung) sowie die gewünschte T-Shirt-Größe an saccani@bdue.de.

Aus der BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft

Sonderdruck: DIN-Sammelband zum Dolmetschen geplant

Schnell sein ist hier die Devise:
Bei Eingang von mindestens 100 Bestellungen bis zum 31. Mai gibt der BDÜ Fachverlag einen Sonderdruck aller für Dolmetscherinnen und Dolmetscher relevanten DIN-Normen in Auftrag.

Eine einmalige Gelegenheit, um folgende Normen in einem Sammelband zum unschlagbar günstigen Preis von 153,60 Euro (statt 424,50 Euro bei Einzelkauf der Normen) zu erhalten:

  • DIN 2347 Übersetzungs- und Dolmetschdienstleistungen - Dolmetschdienstleistungen - Konferenzdolmetschen
  • DIN EN ISO 2603 Simultandolmetschen - Ortsfeste Kabinen - Anforderungen
  • DIN EN ISO 4043 Simultandolmetschen - Mobile Kabinen - Anforderungen
  • DIN EN ISO 20108 Simultandolmetschen - Qualität und Übertragung von Ton- und Bildeingang - Anforderungen
  • DIN EN ISO 20109 Simultandolmetschen - Ausstattung - Anforderungen

Produziert wird dieser Sammelband nur, wenn bis zur o. g. Frist die erforderlichen 100 Bestellungen eingegangen sind. Ausgeliefert würde der Sammelband dann im Juni/Juli 2018. Also, gleich auf der seit Kurzem auch ans Corporate Design des BDÜ angepassten Website des Fachverlags informieren und den Sonderdruck vorbestellen!

Übrigens: Im aktuellen MDÜ 2/18 gibt es ein ausführliches Interview zur BDÜ-Vertretung in den für unseren Berufsstand relevanten Normungsausschüssen des DIN mit den zuständigen Bundesreferenten Ralf Pfleger (Dolmetschen) und Wolf Baur (Übersetzen).

Aktuelle Webinare zu ausgewählten Themen

Bequem und effizient – Weiterbildung am Bildschirm im Juni:

Wichtiges zum Datenschutz:
06.06.2018:
Spezial-Webinar: Datenschutz für Dolmetscher
20.06.2018:
Verschlüsselung von Daten, Datenträgern und E-Mail-Verkehr mit Praxisbeispielen

Hinweis: Die Aufzeichnungen und begleitenden Unterlagen zur bereits stattgefundenen bzw. ausgebuchten Webinarreihe zum Datenschutz können noch per Mail an webinare@bdue.de zu den regulären Teilnehmerpreisen (s. Info: Teil 1, Teil 2, Teil 3) nachbestellt werden.

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Webinare zum Thema Recht:
07.+13.06.2018:
Spanisches Erbrecht mit Blick auf das deutsche Recht
14.06.2018:
Allgemeine Einführung ins juristische Übersetzen – Teil 3
27.06.+04.07.2018:
Kombiwebinar: Gerichtsdolmetschen

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25.06.2018:
Webinarreihe www: Wissen und Werkzeuge für Webpräsenzen – Grundwissen HTML: Links, Ankertexte, Alt-Texte, korrekte typografische Zeichen und mehr
29.06.2018:
DTT-Webinar: Terminologie, Taxonomie, Ontologie

Neben diesen nützlichen Online-Weiterbildungsangeboten können auch die bewährten kostenlosen Webinarreihen zu SDL Trados, memoQ, STAR Transit und Across auf der Website unter BDÜ-Webinare gebucht werden.

Für weiterführende Auskünfte können Sie sich zudem gerne an service@bdue.de wenden.

Aus der Branche

Programm zum 13. International Legal Forum 2018 ist online

Das ausführliche Programm (in Englisch) zum 13. International Legal Forum 2018 ist nun im Internet abrufbar.

Die von der FIT Task Force for Legal Translation and Interpreting (FIT-ILF) in Kooperation mit ATICOM veranstaltete Konferenz steht unter dem Titel „Übersetzen und Dolmetschen im juristischen Bereich in der sich wandelnden Welt: Technologie – Outsourcing – Veränderungen“ und findet vom 6. bis 8. September in Bonn statt. BDÜ-Mitglieder können zu vergünstigten Konditionen teilnehmen.

Weitere Infos gibt's hier.


Globale Branchenaufteilung gemäß LinkedIn-Profilen

Ohne Übersetzer und Dolmetscher keine Verständigung: Die Experten für die mehrsprachige Kommunikation sind auf der ganzen Welt tätig – sogar in der Antarktis. Dies hat eine Zusammenstellung der News-Plattform Slator zum Anfang des Monats zutage gefördert. Der englischsprachige Branchen-Infodienst veröffentlichte eine Übersicht über die weltweite Verteilung von individuellen und Firmen-Profilen der Branche im Berufsnetzwerk LinkedIn.

Bei der Aufstellung nach Kontinent steht Europa klar an der Spitze. Deutschland schafft es in den Länderlisten jeweils in die Top Ten: Auf Platz 8 bei den Einzel- und auf Platz 4 bei den Firmen-Profilen.

Quelle: Slator – The Language Industry According to LinkedIn (2. Mai 2018)

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