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FIT-Stellungnahme zum Übersetzen per Crowdsourcing

In der  Stellungnahme zu Crowdsourcing des Übersetzerdachverbands FIT wird auf die Vor- und Nachteile von Übersetzungsvergabe per Crowdscourcing hingewiesen. Wird der Arbeitsprozess an eine Gruppe von Internetnutzern ausgelagert (Definition Crowdsourcing s.u.) mit Umsicht genutzt, kann dies Vorteile bringen: höhere Geschwindigkeit, Skalierbarkeit, Nutzerfeedback etc. (2). Dem stehen Risiken hinsichtlich Qualitätssicherung, Vertraulichkeit, Schutz des geistigen Eigentums, Zuverlässigkeit, Zusammensetzung der "Crowd" gegenüber.

In Ländern wie den USA, Kanada und Schweden, bei Übersetzungsprojekten von "Tranlators without Borders" wird Crowdsourcing mit steigender Tendenz eingesetzt.

Empfehlungen für das Crowdsourcing von Übersetzungen

Die FIT empfiehlt, sich folgende Fragen bei Crowdsourcing-Übersetzungen zu stellen:

  • Wie können zuverlässige Übersetzer, Dolmetscher und Terminologen gefunden werden, die geeignete Lösungen liefern können?
  • Welche Nachteile ergeben sich für das Projekt, wenn vertrauliche Informationen weitergegeben werden oder Rechte an geistigem Eigentum verletzt werden? 
  • Gibt es Experten im Unternehmen für die Evaluation der Arbeit der Crowd?
  • Gibt es einen Notfallplan für den Fall, dass ein Schadensfall aufgrund der mit dem Crowdsourcing verbundenen Risiken eintritt?

Crowdsourcing: Outsourcing von Aufgaben an Internetnuzter

Der Begriff Crowdsourcing ist ein 2006 von Jeff Howe (Autor beim Wired Magazine) geprägter Neologismus, der sich aus 'Crowd' und 'Outsourcing' zusammensetzt. Der Prozess hat seinen Ursprung im Bereich Open Innovation und beschreibt die Auslagerung von Arbeits- und Kreativprozessen an die Masse der Internetnutzer. Für den Bereich Übersetzung unterscheidet Don dePalma drei Hauptkategorien (CT3): Community-basierte, kollaborative und Übersetzung mittels Crowdsousrcing (Blogeintrag Crowdsourcing Common Sense Advisory).

 Quellen:

(1) Stellungnahme der FIT: http://www.fit-ift.org/?page_id=4355

(2) Iansiti M, Levien R. Keynotes and Dominators: Framing Operating and Technology Strategy in a Business Ecosystem, Harvard Business School Working Paper, No. 03-061, November 2002).


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