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Liebe Leserinnen und Leser,

unser Newsletter erreicht Sie diesmal mit leichter Verspätung, da wir Sie nach dem Brückenwochenende ganz aktuell zur Entwicklung der Anmeldezahlen für die Internationale BDÜ-Fachkonferenz informieren wollten. Ein knappes halbes Jahr vor dem Branchenereignis zeigt sich, auf welch großes Echo das facettenreiche Programm stößt. Wer im November mit dabei sein möchte, sollte also nicht mehr allzu lange mit der Anmeldung warten. Mehr dazu und zu weiteren Themen aus Verband und Branche lesen Sie im Folgenden. 

Haben Sie Fragen, Kommentare oder Anregungen? Dann freuen wir uns über eine E-Mail an die Redaktion oder Ihren Beitrag zu einem der vielen in unserem internen Forum MeinBDÜ diskutierten Themen.

Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht im Namen der Redaktion
Réka Maret

 

Aus dem Bundesvorstand

Logo BDÜ Konferenz 2019

Internationale BDÜ-Fachkonferenz 2019
Rekord-Stand bei den Anmeldungen:
Branchenevent lockt im Herbst nach Bonn

Eine Fülle von Vorträgen, Seminaren und Workshops wartet unter dem Titel Übersetzen und Dolmetschen 4.0 – Neue Wege im digitalen Zeitalter auf die Besucher des diesjährigen Branchen-Highlights aus der BDÜ-Reihe Übersetzen in die Zukunft. Seit Anfang Mai steht die Programmübersicht mit vorläufigem Zeit- und Ablaufplan auf der Konferenz-Website. Die Themenvielfalt kann offensichtlich überzeugen: „Weit mehr als drei Viertel der auf 1.000 Stück begrenzten Tickets wurden mit Ablauf der Frühbucherfrist am vergangenen Freitag bereits gebucht“, freut sich auch das Organisationsteam. Wer sich bei der Tagung vom 22. bis 24. November im und rund um das Bonner World Conference Center zu den aktuellen Entwicklungen des Berufsstands und des Marktes auf dem Laufenden halten und die Gelegenheit zum ausgiebigen Netzwerken mit Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt nicht verpassen möchte, sichert sich also am besten schnellstmöglich noch einen Platz.
Zur Anmeldung geht's hier!

Danach kann es an die Planung von Anreise und Unterkunft gehen: Im praktischen Teilnehmerportal finden sich alle wichtigen Informationen, so beispielsweise auch die Buchungsmöglichkeit für das Zimmerkontingent im Maritim Hotel Bonn sowie das günstige Veranstaltungsticket der Deutschen Bahn, mit dem man bequem von jedem DB-Bahnhof nach Bonn zur BDÜ-Konferenz kommt. Über die eigens eingerichtete Pinnwand können die Teilnehmer untereinander zudem in der Online-Zimmerbörse private Übernachtungsmöglichkeiten oder Fahrgemeinschaften organisieren.

© BDÜ e.V.

Verbändegespräche im BMAS zu Digitalisierung und Altersvorsorge

Gemeinsam mit weiteren Selbstständigenverbänden nimmt der BDÜ regelmäßig an Gesprächsrunden mit verschiedenen Politikern teil. Nachdem man sich Ende April im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) mit Abteilungsleiterin Dr. Julia Borggräfe zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt ausgetauscht hatte, konnte BDÜ-Vize Ralf Lemster auch beim Treffen der Mittelstandsallianz mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil am 20. Mai die Belange der BDÜ-Mitglieder einbringen.

Dabei unterstrich er die Forderung nach einer unbürokratischen Regelung für die Altersvorsorge, die bestehende Vorsorgemaßnahmen berücksichtigt und in der Gründungsphase Erleichterungen ermöglicht. Er wies darauf hin, dass eine deutliche Mehrheit befragter BDÜ-Mitglieder durchaus für ihre Alterssicherung vorgesorgt hat.


Expertengespräch zum Telefondolmetschen im Gesundheitswesen

BDÜ-Vizepräsidentin Elvira Iannone war am 4. Mai als Expertin bei der Berliner Non-Profit-Organisation Triaphon zu Gast, um dort über die erforderlichen Kompetenzen und berufsethischen Prinzipien für das Dolmetschen – insbesondere in medizinischen Settings – aufzuklären.

Über Triaphon können Ärzte oder Klinikpersonal bei Verständigungsproblemen mit Patienten ohne oder mit nur geringen Deutschkenntnissen telefonisch Sprachmittler für kurze Gespräche dazuschalten, wenn in der Kürze der Zeit keine Fachdolmetscher mit der benötigten Sprachkombination vor Ort verfügbar sind. Iannone wies daher in ihrem Vortrag speziell auf die beim Telefondolmetschen auftretenden Probleme hin und betonte, dass diese Lösung nur für bestimmte Situationen wie zum Beispiel kurze Routinegespräche geeignet sei. Fachlich tiefergehende Gespräche, vor allem wenn sie im Voraus planbar sind, erforderten hingegen immer eine Verdolmetschung durch qualifizierte und entsprechend ausgebildete Dolmetscher (siehe auch das BDÜ-Positionspapier zu diesem Thema).

Im anschließenden Gespräch mit den Zuhörern wurde deutlich, dass Sprachmittler ohne einschlägige Ausbildung sich meist der Komplexität des Dolmetschvorgangs nicht bewusst sind und nicht wissen, welche Voraussetzungen über die Beherrschung der jeweiligen Sprachen und angelerntes Fachvokabular hinaus für eine gelungene Kommunikation erfüllt sein müssen. Erst durch den Vortrag sei einigen Anwesenden beispielsweise klar geworden, worin die Rolle und die Verantwortung der Dolmetscher liegt und worin nicht. Umso wichtiger sind daher entsprechende Aufklärungsgespräche und die Vermittlung von Informationen, wie sie der BDÜ anbietet.


Harmonisierung der Beeidigungvoraussetzungen einen Schritt weiter

Ende Mai wurde im Deutschen Bundestag ein Eckpunktepapier der Bundesregierung (Vorabfassung vom 16.05.2019) eingebracht, in dem u. a. eine gesetzliche Regelung zu einheitlichen Beeidigungsstandards für Dolmetscher und Übersetzer in Aussicht gestellt wird (siehe Punkt 9 auf Seite 5). Damit trägt die langjährige Arbeit des BDÜ auf Landes- und Bundesebene zu diesem Thema erste konkrete Früchte. Näheres dazu und zu weiteren Forderungen des Verbands hinsichtlich der Qualitätssicherung ist im (bald) kommenden MDÜ nachzulesen.


Nominierung: Wer soll den BDÜ Hieronymuspreis 2019 erhalten?

BDÜ-Hieronymuspreis, © Ben Pakalski für BDÜ e.V.

Auch in diesem Jahr sucht der BDÜ einen würdigen Preisträger, der im Zeichen des Heiligen Hieronymus, Schutzpatron der Übersetzer, für sein beispielhaftes Handeln im Bereich der mehrsprachigen Kommunikation als Vorbild der Branche ausgezeichnet werden soll.

Noch bis zum 12. Juli haben alle an qualifizierter Sprachübertragung Interessierten die Gelegenheit, eine formlose Nominierung einzureichen. Vorgeschlagen werden können sowohl im In- als auch im Ausland ansässige Organisationen und Unternehmen, die in vorbildlicher Weise ihre mehrsprachige Kommunikation mit internen oder externen Übersetzern und/oder Dolmetschern umsetzen.

Alle wichtigen Informationen zur Nominierung und zur Auszeichnung stehen auf unserer Verbandswebsite.

Aus den Mitgliedsverbänden

BDÜ-Landesverbände im Gespräch: Alles, was Recht ist

Der Monat Mai stand bei den BDÜ-Landesverbänden Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen im Zeichen des Übersetzens und Dolmetschens im und für den juristischen Bereich.

So traf sich der Vorstand des LV BW bereits zum zweiten Mal mit dem Vorstand des VVU Baden-Württemberg (Verband allgemein beeidigter Verhandlungsdolmetscher und öffentlich bestellter und beeidigter Urkundenübersetzer in Baden-Württemberg), um gemeinsame Strategien und Projekte zu besprechen. Im letzten Jahr hatten die beiden Verbände ein regelmäßiges Treffen im Mai beschlossen, um bei den Belangen beeidigter Übersetzer und Dolmetscher in dem Bundesland stärker zu kooperieren. Außerdem steht der LV auch mit dem Anwaltsverband des Landes im regen fachlichen Austausch. Dessen Matinee in diesem Jahr zu der Frage, ob die Sozialen Medien die Demokratie gefährden, lieferte einige Aspekte, die auch für die Öffentlichkeitsarbeit des BDÜ interessant sind. Am Rande der Veranstaltung wiesen die Vertreter des Landesverbands Alexander Jelinek, Ralf Lemster und Regina Seelos zudem auf die besonderen Voraussetzungen beim Übersetzen und Dolmetschen für die Justiz sowie die Vorteile des Einsatzes von fachkundigen und in juristischen Angelegenheiten erfahrenen BDÜ-Mitgliedern hin.

In Nordrhein-Westfalen nahm die Erste Vorsitzende des Landesverbands Ricarda Essrich an der Ruhrkonferenz mit dem Thema Den Rechtsstaat stärken – Integration fördern teil, zu der NRW-Justizminister Peter Biesenbach geladen hatte. Hier setzte sie sich u. a. beim Workshop zum Thema „Neue Wege gehen: Professionelle Kultur- und Sprachmittler für die Justiz – ein zukunftsfähiges Berufsbild für NRW?“ für die Interessen der professionellen und fachlich qualifizierten Justizdolmetscher ein.


Der BDÜ unterwegs mit starken Messeauftritten in Ost und West

Unter dem Motto Global agieren – international investieren – weltweit exportieren fand das 7. IHK-Exportforum Rheinland-Pfalz/Saar am 7. Mai in Frankenthal statt, bei dem der BDÜ Rheinland-Pfalz an seinem Stand (im Bild Kerstin Mönster) kompetent Auskunft darüber erteilte, wie dank professioneller Übersetzer und Dolmetscher auch kleinere und mittelständische Firmen erfolgreich ins Ausland expandieren können.

© BDÜ Rheinland-Pfalz

Kurz zuvor, am 3. Mai, präsentierte sich der Landesverband Sachsen auf der Integrationsmesse in Leipzig. Lina Gerstmeyer aus dem LV-Vorstand beriet hier Vertreter von Bildungsträgern und Ämtern und hob dabei die Bedeutung qualifizierter Sprachdienstleistungen wie die der BDÜ-Mitglieder für den Erfolg im Integrationsprozess hervor. Besucher mit Migrationshintergrund konnten sich am BDÜ-Stand über die Wege in den Beruf informieren.

© BDÜ Sachsen

Wie Dolmetscher Filmstars in anderen Sprachen eine Stimme geben

Im Vorfeld der 72. Internationalen Filmfestspiele von Cannes informierte der Verband der Konferenzdolmetscher (VKD) im BDÜ in einer Pressemitteilung über die besondere Atmosphäre und die Herausforderungen, wenn es darum geht, solche Megaevents, die weltweit Aufmerksamkeit auf sich ziehen, zu dolmetschen.

Unter anderem berichtet VKD-Mitglied Lilian-Astrid Geese darin von ihren Erlebnissen und Erfahrungen, die sie in den mehr als 20 Jahren gesammelt hat, in denen sie bei der Berlinale dolmetscht. Natürlich kommt auch der Glamourfaktor dabei nicht zu kurz.
 

Aus der BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft
Icon BDÜ-Webinare

Aktuelle Webinare zu ausgewählten Themen

Weiterbildung bequem am eigenen Bildschirm:

04.06.2019:
DTT-Webinar: Acrolinx

05.+11.+13.06.2019:
Behördendolmetschen
Kombiwebinar an 3 Terminen (s. o.)

07.06.2019:
Grundlagen von Remote Simultaneous Interpreting


Webinarreihe „Makros in MS Word für ÜbersetzerInnen und RedakteurInnen“

05.06.2019:
Teil 1: Möglichkeiten des Einsatzes von Word-Makros beim Arbeiten mit Texten

12.06.2019:
Teil 2: Einfache Makros durch Aufzeichnen erstellen

19.06.2019:
Teil 3: Komplexere Makros durch Aufzeichnen und Bearbeiten im VBA-Editor erstellen


Webinarreihe „Einführung in die Elektrotechnik“

06.06.2019:
Aktuelle Trends

13.06.2019:
Vertiefung einiger Themen


Webinarreihe „Finanzthemen für Dolmetscher und Übersetzer“

27.06.2019:
BWA – Einfach erklärt

Webinare zum Thema Interkulturelle Kommunikation

11.06.2019:
Ohne Stilblüten und Fettnäpfchen –
Für eine erfolgreiche interkulturelle Kommunikation mit unseren französischen Nachbarn

12.06.2019:
Interkulturelle Kommunikation – Interkulturell kompetent dolmetschen und übersetzen


Webinarreihe „Medizinische Übersetzer“
Grundlagen der Onkologie

17.06.2019:
Teil 1: Histologie und die Namensgebung von Tumoren

19.06.2019:
Teil 2: Eigenschaften von Tumorzellen und die Metastasierung

24.06.2019:
Teil 3: Zellzykluskontrolle und die Onkogene/Tumorsuppressorgene

26.06.2019:
Teil 4: Kanzerogene und die genetische Prädisposition


Neben diesen nützlichen Online-Weiterbildungsangeboten können auch die bewährten kostenlosen Webinarreihen zu SDL Trados, memoQ, STAR Transit und Across auf der Website unter BDÜ-Webinare gebucht werden.

Für weiterführende Auskünfte können Sie sich zudem gerne an service@bdue.de wenden.

Aus der Branche

TRAD19: Ausschreibung der EU-Kommission für Übersetzungen

Die Generaldirektion Übersetzung der EU (Directorate-General for Translation, DGT) führt derzeit wieder eine Ausschreibungsrunde für externe Übersetzungspartner durch. Um das Procedere, das im Vergleich zu früheren Verfahren modifiziert wurde, zu erläutern, organisiert die DGT Infoveranstaltungen in allen betroffenen Ländern. Der Startschuss fiel am 21. Mai in Brüssel. Für Deutschland findet die entsprechende Veranstaltung am 11. Juni in Berlin statt, Anmeldeschluss dazu ist am 3. Juni.

Nach neuesten Informationen wird sie auch im Internet gestreamt. Der BDÜ verfolgt den Sachstand aufmerksam mit (siehe verbandsinternes Forum MeinBDÜ) und berichtet auch im MDÜ.


Logo FIT Europe


mit frisch gestalteter Website im Netz

Das europäische Regionalzentrum des Weltdachverbands für Übersetzer, Dolmetscher und Terminologen FIT (Fédération Internationale des Traducteurs) hat seinen Webauftritt aufgefrischt und präsentiert sich seit einigen Tagen im neuen modernen Gewand im Netz. Hier sind neben Informationen zu aktuellen und früheren Projekten auch Publikationen wie beispielsweise die Ergebnisse der gemeinsam mit mehreren europäischen Partnern aus der Branche durchgeführten Umfrage zu den Trends, Erwartungen und Herausforderungen der Sprachdienstleistungsbranche im 2019 Language Industry Survey Report (EN) zu finden.

FIT Europe vertritt mit 74 Verbänden aus 29 europäischen Ländern  – darunter dem BDÜ als größtem in Deutschland  – insgesamt rund 40.000 Mitglieder.


Anzahl angestellter Dolmetscher und Übersetzer leicht rückläufig

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Dolmetscher und Übersetzer ist erstmals seit 2009 wieder leicht gesunken. Nachdem im Dezember 2017 mit 8.962 Beschäftigten der vorläufige Spitzenwert erreicht wurde, sank laut der Statistik der Bundesagentur für Arbeit die Anzahl der angestellten Dolmetscher und Übersetzer zum 30. September 2018 kontinuierlich bis auf 8.813 Beschäftigte.

© BDÜ e.V.

Entwicklung 31.12.2012 bis 30.09.2018
(Zum Vergrößern bitte Bild anklicken)

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