Die E-Mail wird nicht korrekt angezeigt? Hier im Browser öffnen.

Liebe Leserinnen und Leser,

noch stehen viele von uns unter dem Eindruck eines Konferenzerlebnisses, bei dem nicht nur das ehemalige Plenargebäude des Bundestages als Veranstaltungsort seine Wirkung hinterließ. Glaubt man den zahlreichen Stimmen im Netz und den persönlichen Rückmeldungen an die Organisatoren, wurden die Erwartungen der meisten Teilnehmer mehr als erfüllt. Sie fuhren mit aktuellen Informationen, neuem Wissen zu Tools und Arbeitsmethoden, vor allem aber mit Zuversicht von Bonn wieder in alle Welt, um – bestärkt von den Gesprächen unter Kolleginnen und Kollegen – den Herausforderungen des Berufsalltags zu begegnen.

In diesem Sinne lässt sich der Jahresendspurt sicherlich mit frischen Kräften angehen.
Natürlich freuen wir uns wie immer über Feedback an die Redaktion, sei es zur Konferenz oder zu anderen Themen dieser Ausgabe.

Eine schöne Adventszeit wünscht
Réka Maret

 

Aus dem Bundesvorstand

Logo BDÜ Konferenz 2019

3. Internationale BDÜ-Fachkonferenz 2019
Fazit des erfolgreichen Branchenevents:
Zukunft ist jetzt!

© Thorsten Weddig für BDÜ e.V.
© Thorsten Weddig für BDÜ e.V.

Mit Spannung wurde die große BDÜ-Konferenz am vorletzten November-Wochenende erwartet. Einhellige Meinung der Teilnehmer, Referenten und Organisatoren: Eine Veranstaltung, die Zeichen setzte und – bei manchen vielleicht sogar wider Erwarten – für Aufbruchsstimmung sorgte!

Unter dem Motto Übersetzen und Dolmetschen 4.0 – Neue Wege im digitalen Zeitalter diskutierten die mehr als 1.000 Anwesenden aus 25 Ländern die heißen Themen der Branche. In mehreren Keynotes wurden die aktuellen Entwicklungen in Bezug auf Technologien und Märkte analysiert und sich daraus ergebende Zukunftsszenarien beleuchtet. Diese flossen auch in die konstruktiv und z. T. auch kontrovers geführten Podiumsgespräche ein, bspw. zu den Möglichkeiten der Kooperation unter Solo-Selbstständigen. In über 100 Vorträgen, Kurzseminaren und Workshops gab es außerdem viel Wissenswertes zum beruflichen Handwerkszeug: angefangen bei neu erforderlichen Kompetenzen hinsichtlich Technik und Sprache sowie Produktion von und Umgang mit sprachlichem Content über die Anwendung technischer Hilfsmittel wie Maschineller Übersetzung und CAT-Tools, die Zusammenarbeit mit Kunden, Markteinschätzung und Positionierung, Gestaltung der Arbeitsbedingungen bis hin zu Datenschutz und Berufsethik. Die Beiträge sind auch im Tagungsband zur Konferenz zusammengefasst, der beim BDÜ Fachverlag bestellt werden kann.

Das World Conference Center Bonn mit dem geschichtsträchtigen ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages bot auch das feierliche Ambiente für die diesjährige Verleihung des BDÜ Hieronymuspreises an den ZF-Sprachendienst sowie des Dr.-Stanisław-Gierlicki-Ehrenamtspreises an BDÜ-Mitglied Holker Schuster.

Resonanz fand das Branchenevent natürlich auch in den Sozialen Medien: Zahlreiche Tweets und Postings haben quasi live via #BDÜKonf19 bzw. #BDUeKonf19 berichtet und die Stimmung vor Ort eingefangen. Eine ausführliche, tiefergehende Nachlese erscheint zum Jahresende in Ausgabe 6/19 des MDÜ.

© Thorsten Weddig für BDÜ e.V.

Preisträger BDÜ Hieronymuspreis und Dr.-Stanisław-Gierlicki-Ehrenamtspreis mit Jury und Laudatorinnen
Fotos: © Thorsten Weddig für BDÜ e.V.

 


Bundesweites GDolmG kommt

Screenshot Twitterfeed Deutscher Bundesrat, , 30.11.19

Plötzlich ging alles ganz schnell: Nachdem der Deutsche Bundestag am 15. November das bundesweite Gerichtsdolmetschergesetz (GDolmG) innerhalb des Gesetzespaketes zur Modernisierung des Strafverfahrens beschlossen hat, wurde dieses nun zwei Wochen später auch vom Bundesrat gebilligt. Frist für die Umsetzung ist der 1. Juli 2021.

Der BDÜ setzt sich seit vielen Jahren auf Bundes- und Länderebene für eine Harmonisierung der Vorgaben zur Beeidigung ein, hatte u. a. auch zu dem Referentenentwurf der Bundesregierung als Fachverband Stellung genommen und sieht in dem nun beschlossenen neuen Gesetz einen wichtigen ersten Schritt für die Qualitätssicherung, auch wenn noch eine ganze Reihe von Schwachstellen zu bemängeln sind. Details zur bisherigen Entwicklung folgen in MDÜ 5/19, zur Stellungnahme und Einschätzung des Gesetzes in MDÜ 6/19.

Steter politischer Tropfen

Auch in anderen politischen Belangen der vom BDÜ vertretenen Berufe ist der Verband unermüdlich unterwegs: Am 7. November trug Vizepräsident Ralf Lemster bei der hochrangig besetzten Podiumsdiskussion der GVG Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung zum Thema „Selbstständige und Alterssicherung“ die Positionen der BAGSV-Verbände vor. Gefordert wird u. a. eine unbürokratische Regelung, die bestehende Vorsorgemaßnahmen berücksichtigt und Erleichterungen in der Gründungsphase ermöglicht.

Am 13. November war Lemster dann mit der Mittelstandsallianz des BVMW zu Gast bei Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier, um auch hier für die Interessen der Selbstständigen einzutreten. Im Bericht auf der BVMW-Website erfahren Sie mehr zu dem Gespräch.

© Regina Sablotny für GVG Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung

BDÜ-Vize Ralf Lemster (ganz rechts) auf dem hochrangig besetzten Podium zur Altersvorsorge von Selbstständigen (Browserversion: Klick zum Vergrößern)
Foto: © Regina Sablotny für GVG Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung


Weihnachtsgrüße in mehr als 80 Sprachen gehen in alle Welt

In den nächsten Tagen ist es wieder soweit: Der BDÜ stellt zur Adventszeit unter weihnachten.bdue.de seine bewährte Datenbank mit Übersetzungen von „Frohe Weihnachten“ in mehr als 80 Sprachen ins Netz. Dank der kostenlosen Online-Hilfe klappt das Versenden von Festtagsgrüßen an Geschäfts- und Projektpartner sowie Freunde und Bekannte rund um den Globus unkompliziert und sprachlich fehlerfrei.

Wer nicht nur den Gruß, sondern ausführlichere persönliche Wünsche zu den Feiertagen und zum neuen Jahr in einer Fremdsprache verschicken möchte, findet natürlich in der Online-Mitgliederdatenbank des BDÜ mehr als 7.500 Sprachexperten, die sich damit auskennen.
 

Aus den Mitgliedsverbänden

Die ganze Welt der Sprachen auf der ExpoLingua in Berlin

© BDÜ Berlin-Brandenburg

Während vom 22. bis 24. November ein beträchtlicher Teil der Übersetzer- und Dolmetscherbranche in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn in die Zukunft der Professionen blickte (s. o.), brachte in der heutigen Hauptstadt der BDÜ Berlin-Brandenburg auf der Sprachenmesse ExpoLingua die Berufe den künftigen Wort- und Sprachakrobaten näher.

Dazu hielt u. a. BDÜ-Mitglied Stephan Gottschalk einen viel beachteten und gut besuchten Vortrag über die Berufsbilder zum Dolmetschen und Übersetzen.

Auch am Stand herrschte reger Betrieb, wo neben der Geschäftsstellenleiterin Maida Fischer und weiteren fleißigen ehrenamtlichen Helfern auch die beiden Vorstandsmitglieder Berthold Forssman und Luisa Callejón (Foto) gut gerüstet mit aufschlussreichem Informationsmaterial und in angeregten Gesprächen für die Berufe warben und neugierige Fragen zu Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten beantworteten. Zudem erläuterten sie den Besuchern die Arbeit des Verbands sowie die zahlreichen Vorteile einer Mitgliedschaft im BDÜ. 

Bayern aktiv: Cybersicherheit und Info für den Nachwuchs

In Ausgabe 6/2019 des VDI-Mitgliedermagazins Technik in Bayern zum Schwerpunkt Cybersicherheit erschien neben einer vom BDÜ Bayern geschalteten Anzeige auch ein Beitrag des Landesverbands mit dem Titel „Sicherheitsrisiken bei der maschinellen Übersetzung“.

Am 21. November war der BDÜ-Mitgliedsverband zudem gleich bei zwei Veranstaltungen in München mit einem Stand vertreten: Bei der Trade & Connect der IHK für München und Oberbayern erklärte Vorstandsmitglied Manuela Wilpert (Foto) den Besuchern die Vorteile einer Beauftragung von qualifizierten Sprachdienstleistern und zeigte ihnen, wie sie online passende Projektpartner über die Mitgliederdatenbank finden. Zeitgleich fand am SDI München der jährliche Career Day statt, bei dem Vorstandsmitglied Caterina Buratin auch dieses Jahr einen Vortrag hielt und den Studierenden den BDÜ vorstellte.

© BDÜ Bayern
Aus der BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft
Icon BDÜ-Webinare

Aktuelle Webinare zu ausgewählten Themen

Virtuelle Weiterbildung im Jahresendspurt:

Interkulturelle Kommunikation
03.12.2019:
Ohne Stilblüten und Fettnäpfchen – Für eine erfolgreiche IK mit Ihren japanischen Geschäftspartnern
04.12.2019:
Business-Etikette in China

Recht
03.+10.+17.12.2019:
Zivilprozessrecht
Kombiwebinar an 3 Terminen (s. o.)

Datenschutz: DSGVO für Übersetzer und Dolmetscher
05.12.2019:
Schreckgespenst oder Chance?
10.12.2019:
Das Prozesshandbuch

Literarisches Übersetzen
05.+12.+19.12.2019:
Texte redigieren mit Stil
Kombiwebinar an 3 Terminen (s. o.)

Medizinische Übersetzer
11.12.2019:
Unsere Sinne, Teil 4: Nase und Zunge – Geruchssinn und Geschmackssinn

Automobil: Vernetzung, Autonomes Fahren und E-Mobilität
09.+11.12.2019:
Einstieg in die Webinarreihe
Autoland Deutschland – gestern und heute
Kombiwebinar an 2 Terminen (s. o.)
16.+18.12.2019:
Elektromobilität
Kombiwebinar an 2 Terminen (s. o.)


11.12.2019:
Auftragsabwicklung rechtssicher und professionell: Anfrage - Angebot - Auftragsbestätigung - Rechnungslegung - Nachbereitung


Neben diesen praktischen Online-Angeboten können auch die bewährten kostenlosen Webinare zu SDL Trados („Fragen Sie Dr. Studio“) oder zu STAR Transit unter BDÜ-Webinare gebucht werden.

Für weiterführende Auskünfte wenden Sie sich bitte an service@bdue.de.

Aus der Branche

Gebärdensprachdolmetschen: Teleshopping-Premiere bei QVC

Auf Initiative von Moderator Sascha Lauterbach wird am 3. Dezember zum ersten Mal eine Verkaufssendung des Teleshopping-Kanals in Gebärdensprache verdolmetscht. Von 18 bis 19 Uhr präsentiert QVC2 Shuyao-Tee aus einer Manufaktur in Düsseldorf, die seit ihrer Gründung Inklusion lebt und u. a. hörgeschädigte Mitarbeiter beschäftigt. Mit Lisa von Fürstenberg hat man eine TV-erfahrene Gebärdensprachdolmetscherin für die Live-Sendung an Bord geholt: Zuschauern der ARD-Tagesschau auf Phoenix dürfte sie von ihren regelmäßigen Auftritten dort bekannt sein.

Lauterbach hat selbst gehörlose Schwiegereltern und einen geistig behinderten Bruder, weshalb es ihm ein ganz persönliches Anliegen ist, mit dieser Aktion zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember ein Zeichen zu setzen.


LCB: Was trauen und was muten wir den Wörtern zu?

Unter diesem Titel bietet das Literarische Colloquium Berlin am 17. Dezember von 10 bis 18 Uhr eine sprachübergreifende Fortbildung für im Bereich literarischer Übersetzung Tätige und andere am Thema Interessierte an:

Die Sprache verändert sich, über große Zeiträume hin oder auch sehr schnell, quasi von selbst, aber auch durch den gezielten Einsatz politisch oder sozial einflussreicher Gruppen. Die beiden Linguistinnen Ulla Fix und Bettina M. Bock erforschen den Sprachwandel und sprechen über seine Bedingungen und Rezepte.

ISG: Online- und Präsenzkurse im ersten Quartal 2020

Die Internationale Sommerschule Germersheim bietet ab Januar bzw. März des kommenden Jahres wieder eine Reihe von Kursen zum Übersetzen und Dolmetschen an: Onlinekurse mit Übersetzungs- und einführenden Dolmetschübungen, zu Spracherwerb und Notizentechnik sowie Präsenzkurse wie eine Einführung ins Dolmetschen für Übersetzerinnen und Übersetzer und Kurse zur Deutschen Rechtssprache, Untertitelung, Technischen Redaktion sowie Leichten Sprache. Mitglieder der Berufsverbände erhalten einen Nachlass auf die Kursgebühren.


Teilnehmer gesucht für Studie zur interlingualen Untertitelung

Prof. Dr. Alexander Künzli, Leiter der deutschen Abteilung an der FTI Fakultät für Übersetzen und Dolmetschen der Universität Genf, sucht für seine aktuelle Studie Die Untertitelung: Qualität, Qualitätssicherung, Kompetenzen Interviewpartner mit Erfahrung im Bereich der interlingualen Untertitelung für den deutschsprachigen Markt.

Für die Studie sollen 15 bis 20 E-Mail-Interviews geführt werden. Näheres zu den Studienzielen und -methoden mit den Kontaktdaten für die Teilnahme gibt es in MeinBDÜ.

FIT Europe: Umfrage zur DSGVO

FIT Europe, Regionalzentrum des Weltdachverbands FIT (Fédération Internationale des Traducteurs), hat ein Projekt lanciert, um auf europäischer Ebene das Bewusstsein für die Verpflichtungen im Rahmen der im Mai 2018 in Kraft getretenen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu schärfen und Leitlinien für freiberuflich im Bereich Übersetzen und Dolmetschen Tätige zusammenzustellen. Um in einem ersten Schritt den Status Quo feststellen zu können, bittet FIT Europe möglichst viele Vertreter dieser Berufsgruppe darum, den Online-Fragebogen (EN) auszufüllen.

Social Media
 

Zum internen BDÜ-Forum MeinBDÜ